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Innovationspolitik

Innovationen sind nicht immer auf den ersten Blick schön, aber doch notwendig. Man denke nur an die Spinning Jenny. Diese Maschine wurde 1764 von dem englischen Spinner James Hargreaves entwickelt und löste ein großes Problem: An einem Spinnrad konnte nur ein Faden hergestellt werden, das heißt, die Weber beschwerten sich ständig über mangelndes Garn, weil die Herstellung zu lange dauert. Nun erfand Hargreaves mit der Spinning Jenny eine handbetriebene Maschine, welche teilweise bis zu 100 Spindeln bot. Selbst die kleinen Modelle waren mit 15 Spulen ausgestattet. Somit konnte ein Spinner die Arbeit von 15 erledigen. Und hier lag der Knackpunkt, denn die arbeitslosen Spinner vertrieben Hargreaves aus seiner Heimat.

Die Geschichte zeigt hoffentlich recht deutlich die Probleme mit Innovationen. Manchmal bleiben nicht einfach nur Jobs, sondern die Menschen mit den Jobs, auf der Strecke. Doch wir würden heute keine günstige Baumwollkleidung tragen, wenn nach der Erfindung der Spinning Jenny nicht weitere Spinnmaschinen gekommen wären. Darum versucht man natürlich Innovationen so zu bewerkstelligen, dass alle davon profitieren. Es muss ein Ausgleich geschaffen werden, wenn zum Beispiel Arbeitsplätze in der Atomindustrie wegfallen, werden dafür welche bei den regenerativen Energien frei. Ziel von Innovation muss es deswegen sein, den Menschen weiterzubringen und zwar alle Menschen.

Dies ist auch das Ziel, wenn die deutschen und chinesischen Regierungen Forschungsprogramme im eigenen Land und mit anderen Ländern fördern. Nur durch Innovationen kann man unbesorgt in die Zukunft schreiten ohne Angst zu haben, von dieser eingeholt zu werden.

Veröffentlicht inWirtschaft