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NRW und RP als Vorreiter

Wie so vieles, haben auch die Kooperationen von deutschen und chinesischen Hochschulen mit persönlichen Kontakten angefangen. Auf internationalen Konferenzen kamen ungeachtet von Differenzen wie dem Kalten Krieg Forscher aller Herren Länder zusammen. So wurde die erste zarte Bande geknüpft und wenn wir nun fast 30 Jahre vorspulen, haben wir das, was in den Medien und an den Hochschulen stark propagiert wird: Ein Netzwerk. Es sind nicht mehr nur Einzelpersonen, die Kontakte pflegen, sondern die Hochschulen haben stellenweise eigene Forschungsprogramme, die sich komplett darauf konzentrieren, auf internationaler Ebene kooperierend zu forschen.

Im Bereich deutsch-chinesische Beziehungen gehen die Vorreiterrollen an Hochschulen in Rheinland-Pfalz und vor allen Dingen in NRW. Im bevölkerungsreichsten Bundesland schlossen sich vier Hochschulen (Dortmund, Köln, Münster, Wuppertal) zusammen, um bei den China-Wochen, welche das Wissenschaftsjahr abschlossen, eine gemeinsame Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Das Ziel der China-Wochen war dann auch ein ernsthaftes, es sollte kein Lokalkolorit versprüht werden, sondern über das Chinabild in Deutschland reflektiert werden. Vor allem negative Schlagzeilen beherrschen die Presse, wie bspw. der Hausarrest des chinesischen Menschenrechtlers Liu Xiaobo, der 2010 seinen Friedensnobelpreis nicht entgegennehmen konnte. Positivschlagzeilen fallen da meist weg, weil sie nicht verkaufen, weswegen die China-Wochen in NRW ein kompletteres Bild liefern wollten.

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