Zum Inhalt

WTZ: Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland

microsoftIn der heutigen globalisierten Welt ist die Kooperation zwischen den einzelnen Ländern wichtiger als je zuvor. Nur wer wissenschaftliche Erfahrungen mit anderen Ländern austauscht, kann mit der schnellen technischen Entwicklung und den Innovationen auf anderen Gebieten mithalten. Besonders wichtig ist beispielsweise eine Kooperation bei dem Kampf gegen Infektionskrankheiten. Diese verbreiten sich schließlich auch über die Landesgrenzen hinaus. Deutschland und China haben beide die Wichtigkeit einer internationalen Zusammenarbeit erkannt und schlossen deshalb das WTZ-Abkommen ab, das den wissenschaftlichen Austausch der beiden Länder fördern soll.

Entwicklung der deutsch-chinesischen Kooperation

Am 9. Oktober 1978 schloss Deutschland mit China ein Abkommen zur wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit (WTZ). Schon damals erkannten Politik und Wissenschaft, wie wichtig die Kooperation zwischen deutschen und chinesischen Forschern ist. Umso intensiver wissenschaftliche Erkenntnisse ausgetauscht werden, je schneller können innovative Technologien entwickelt werden und auch Krankheiten eingedämmt werden. Zu Beginn des Abkommens beschränkte sich die Kooperation jedoch nur auf den Austausch einzelner Wissenschaftler. Dies erweiterte sich später auf eine projektorientierte Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Forschern. In den 90er Jahren wurden schließlich auch gemeinsame Institute gegründet.  Diese Innovationspolitik zwischen dem Reich der Mitte und Deutschland wird von Jahr zu Jahr gestärkt und feiert viele Erfolge im Bereich der Forschung. Nur wenn die Länder auch in Zukunft so gut zusammen kooperieren, können gemeinsame Lösungen zum Beispiel bei einem Ausbruch einer Pandemie gefunden werden. Die Schweinegrippe, SARS-Ausbreitung und auch die EHEC-Pandemie haben gezeigt wie wichtig eine internationale Zusammenarbeit in der Medizin ist.

Deutsch-Chinesisches Jahr 2009/2010

Im Rahmen des WTZ- Abkommens wurde das Deutsch-Chinesische Wissenschaftsjahr 2009/2010 in der Bundesrepublik veranstaltet. In erster Linie sollte dadurch die Kooperation zwischen den Hochschulen des roten Reiches und der Bundesrepublik Deutschland intensiviert werden, aber auch die Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Wissenschaftlern. In mehreren Projekten wurden beispielsweise deutschen Studenten die Vorteile, die ein Auslandsstudium in China mit sich bringt, verdeutlich. Selbst Studenten, die nicht vorhaben, nach China auszuwandern, können durch solch einen Auslandsaufenthalt ihre Berufschancen stark verbessern. Zum Beispiel kann dies starke Bewerbungsvorteile bei einem der mehr als 1.000 in Deutschland ansässigen chinesischen Unternehmen bedeuten. Außerdem sehen auch inländische Firmen gerne besondere Sprachkenntnisse. Mehr als 150 Veranstaltungen brachten im Rahmen des Deutsch-Chinesischen Jahres interessierten Studenten die chinesische Kultur näher und intensivierten die Hochschulkooperation zu China.

Hochschulpartnerschaften zwischen China und Deutschland

Die Bundesregierung legt sehr viel Wert auf die Kooperation zwischen deutschen und chinesischen Hochschulen. Im Rahmen des WTZ-Abkommens wurden die Hochschulpartnerschaften deshalb stark gesteigert. Während früher ein Auslandssemester in China noch ein absoluter Ausnahmefall war, absolvieren heute immer mehr deutsche Studenten ein Auslandsstudium im Reich der Mitte. Inzwischen gibt es mehr als 500 Hochschulpartnerschaften zwischen Deutschland und China. Darunter befinden sich auch zahlreiche Partnerschaften, die nicht vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziell unterstützt werden.

Veröffentlicht inWirtschaft